Plastische Schönheitschirurgie im
Schambereich
Einer der empfindlichsten Stellen der Frau ist der G-Punkt innerhalb der
Vagina, der durch Erregen zum Orgasmushöhepunkt führt. Durch Anschwellen
während des Geschlechtsverkehrs, empfindet die Frau mehr Lust. Dies fand
der deutsche Gynäkologe Dr. Ernst Grafenberg
1950
heraus, nach dem auch der G-Punkt benannt wurde. Der Gräfenbergpunkt hat
einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimeter, fühlt sich schwammartig
an und ist etwas härter als an anderer Stelle. Er befindet einige
Zentimeter innerhalb der Vagina.
Aufgrund der Position des G-Punktes, kann der Penis, während des
Geschlechtsverkehrs, diese Stelle nicht immer genügend stimulieren.
Dabei kann vorkommen, das sich, durch das Hormon Östrogen, die Wand der
Vagina verdickt. Dies führt zu verminderter Erregung. Ein chirurgischer
Eingriff kann den G-Punkt mehr herausheben, um somit das Lusterlebnis zu
erleichtern.
Die G-Punkt-Intensivierung, auch G-Shot-Operation genannt, wird unter
lokaler Anästhesie durchgeführt. Unter normalen Umständen dauert die
Operation zwischen zehn Minuten und einer Stunde. Es kann meist ambulant
erfolgen. Bekannt sind zwei anerkannte Verfahren. Entweder wird
körpereigenes Fettgewebe oder Hyaluronsäure in den G-Punkt gespritzt, um
so das Volumen auf die doppelte Größe auszuweiten.
Bei der Anwendung mit Fettgewebe, dauert die Behandlung etwa eine
Stunde. Dabei wird aus Problemzonen am Körper, wie beispielsweise am
Bauch oder den Hüften, Fett abgesaugt, verarbeitet und entlang der
Scheidenwand untergespritzt. Das führt dazu, dass die Scheidenwand
verjüngt wird sowie geschmeidiger und elastischer ist. Nach längerer
Zeit baut sich ein Teil des gespritzten Gewebes wieder ab, dauerhaft
bleibt der G-Punkt allerdings zirka 50 bis 70 Prozent größer als vor dem
Eingriff.
Im Gegensatz zur Behandlung mit körpereigenem Fettgewebe, dauert das
Unterspritzen von Hyaluronsäure nur wenige Minuten. Hyaluronsäure wird
aus tierischem oder biotechnologischem Ausgangsmaterial gewonnen. Bei
der Anwendung mit tierischen Produkten kann es zu allergischen
Reaktionen kommen, wenn beispielsweise eine Allergie gegen Vogelproteine
besteht. Nach einem halben Jahr entspricht das Volumen des G-Punkts
wieder dem vor der Behandlung, weil sich innerhalb dieser Zeit die
Hyaluronsäure vollständig abgebaut hat.
Es wird als sehr wahrscheinlich eingeschätzt, dass nach solchen
Behandlungen die Fähigkeit für einen Orgasmus deutlich steigt. Viele
Ärzte warnen allerdings vor einem operativen Eingriff an der Vagina,
weil die Gefahr durch Narbenbildung und Taubheitsgefühl durch
beschädigte Nervenenden durch Eingriffe an der Vagina zu sexuellen
Funktionsstörungen bis hin zu dauerhaften Schmerzen führen kann. Nicht
alle sexuellen Probleme lassen sich durch die operativen Eingriffe
lösen, da einige Schwierigkeiten ihre Ursache nicht im körperlichen
Bereich haben. Insofern sollte der behandelnde Arzt vorab klären, ob
organische oder psychische Ursachen, für den Wunsch der Patientin nach
einer G-Punkt-Intensivierung zu Grunde liegen.